Windeltest: BetterDry M10

Kurzbeschreibung:

Die BetterDry M10 der Firma Thrust Vector, sind besonders saugstarke Windeln für Erwachsene bei starke Inkontinenz für eine sichere Tag- und Nachtversorgung. Dabei ist sie durch ihre Form, ihre Größe, Dicke und farbliche Aufmachung auch bei ABDLs ein sehr beliebtes Produkt.

Sie besitzt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, da sie für den vergleichsweise etwas höheren Stückpreis auch einige herausstechende Merkmale besitzt. Sie hat vier extra breite Klebestreifen zum Verschließen und besonders hohe Auslaufsperren, sodass man ihre ohnehin enorme Saugleistung, noch einmal sehr sicher durch extra Einlagen verstärken kann. Die Windel besitzt eine weiche, glatte Kunststoffaußenfläche, welche ein gutes Dehnverhalten aufweist und sich so sehr gut an die Körperform anpasst. Damit bilden die Beinbündchen einen sehr zuverlässigen Auslaufschutz.

Die M10 ist im Vergleich zu anderen medizinischen Windeln sehr dick, was sie nicht zu einem besonders diskreten Produkt macht. Dieser Umstand könnte für einige Windelliebhaber aber gerade interessant sein.

Bezugsquelle: BetterDry M10 15St. bei Amazon

Weitere Produkte der Firma Thrust Vector findest du hier: Thrust Vector.

Informationen zu anderen BetterDry Produkten gibt es auf der offizielen BetterDry Homepage.

Steckbrief

  • Typ: medizinische Erwachsenenwindel
  • Ausführung: Einweg, Höschenwindel
  • Größe: Groß, Anatomisch
  • Außenseite: mitteldicke Folie, glatt
  • Farbe: Weiß, BetterDry mit Größenangabe
  • Saugkraft: hoch
  • Quellverhalten: Mittel bis Hoch
  • Verschlussart: 4x breite Doppelklebeverschlüsse ohne Klebezone
  • Fortbewegung: breitbeinig / watschelnd
  • Lautstärke: hörbar bis laut
  • Tragekompfort: fest / eher weich

Eine Erklärung zu den einzelnen Punkten findest du auf der Seite Windeltests und Erfahrungsberichte

Erfahrungsbericht

Als Erstes möchte ich erwähnen, dass ich die BetterDry M10 als eine Art Referenz-Windel ansehe. Sie gehört mit ihren Geschwisterprodukten zu meinen Top Favoriten und setzt bei meinen Vergleichen den Maßstab für einen sehr guten Mittelwert.

Ihre Form, die Verarbeitung und ihre ausgeprägten Extras heben sie deutlich von anderen, rein medizinischen Inkontinenzprodukten ab. Ich habe auch das Gefühl, dass sie bereits mit dem Hinblick auf Bedürfnisse von Windelliebhaber entworfen wurde. Dieser Gedanke liegt nahe, da bekannt ist, dass die BetterDry auch als bunt bedruckte ABDL Windel verkauft wird (siehe CRINKLZ).

Was macht die BetterDry nun so besonders? Für mich ist das zuerst einmal die anatomische Formgestaltung, welche der einer typischen modernen Windel entspricht. Sowohl die Seitenflügel als auch das Saugkissen folgen einer geschwungenen Linie, welche sich nach dem Anlegen, an die Körperkonturen anpasst. Das macht sie meiner Meinung nach unglaublich elegant, wobei mir bewusst ist, dass jeder Mensch eine andere, individuelle Anatomie hat. Dem einen passt etwas gut, dem anderen gar nicht. Ich kann hier nur für mich sprechen.

Dazu ist zu sagen, dass die Form in Kombination mit dem Verschlusssystem noch einmal ein wenig anders aufgebaut ist als bei anderen Inkontinenz-Höschenwindeln. So werden die unteren Klebestreifen sehr weit unten, seitlich über den Schenkeln geschlossen. Nach vielen Versuchen und Ausprobieren bin ich zu dem Schluss gekommen, dass dies der bequemste und sicherste Weg ist diese Windel anzulegen und zu tragen. Ich klebe die unteren Streifen nicht schräg nach oben zum Bauch hin, sondern wirklich ganz gerade nach vorne, etwa auf der Höhe der Leiste. Die vorderen Seitenflügel spannen bei dieser Technik die Bündchen auf eine solche Weise, dass diese sich besonders gut an ihre vorgesehene Position anpassen. Sie drücken nicht und halten sehr dicht. Dieser Umstand ist mir bei bisher keiner anderen Windel so stark aufgefallen.

Der nächste Punkt sind die sehr breiten Klebestreifen. Sie sind mehr als doppelt so breit wie bei anderen Höschenwindeln derselben Kategorie. Eine solche Breite, kenne ich eher von den ABDL Windeln, bei denen das ein häufiges Merkmal ist. Diese breiten Streifen bieten für mich bei der Verwendung den Vorteil, dass sie sicherer und fester halten und auch besser gehandhabt werden können. Im Vergleich dazu sind z. B. die Verschlüsse der Mollicar Slip Maxi etwas klein geraten.

Ein Nachteil dieser breiten, sehr fest klebenden Verschlüsse ist, dass sie sich direkt von der Windeloberfläche, nicht mehr wirklich gut lösen lassen. Die dünne Plastikfolie reißt schnell bei einem Versuch, auch wenn man sehr vorsichtig ist. Vor allem, wenn man den Kleber vorher richtig fest gerubbelt hat. Da es sich um ein Doppelklebestreifensystem handelt, kann man zwar den obersten Streifen öffnen und in einem gewissen Rahmen auf dem unteren Teil neu platzieren. Wenn man aber den Sitz der Windel auf diese Weise korrigieren möchte, ist die neue Position meist viel zu weit vom unteren Klebeteil entfernt, sodass man in diesem Fall dann doch den oberen Streifen auf die Folienoberfläche kleben muss. Diese Verbindung hält dort bis zum nächsten Windelwechsel unverrückbar fest. Ich mag diese breiten Klebestreifen, vielleicht gerade deswegen. Das Tragen der Windel fühlt sich einfach sicherer, und „verpackter“ an und beim Öffnen macht sie dieses herrlich ratschende Geräusch. Der Gedanke in einer verschlossenen Windel gewickelt zu sein, bei der man dieses Doppelklebesystem entfernt hat, also die Windel nicht ablegen kann, ohne sie zu zerstören, hat einen gewissen Reiz.

Ebenfalls sehr auffällig sind für mich die extra hohen Auslaufsperren. Erst im direkten Vergleich sieht man, dass das Werbeversprechen nicht übertrieben hat. Bei einer Attens Slip Classic sind diese Sperren so flach, dass ich bereits Angst hatte sie überhaupt zu benutzen. Aber es ist nicht so, dass diese Sperren bei anderen Produkten zu klein sind. Bei der BetterDry sind sie einfach nur besonders groß. Obwohl ich gar nicht so Freundin bin von Einlagen und Boostern, macht es in diesem Fall viel Spaß, die Windel mit zusätzlichen Saugeinlagen wie z. B. solchen Flockenwindeln zu bestücken. So kann ein richtig dickes Paket entsteht und die Auslaufsperren erfüllen immer noch ihren Zweck. Das trägt zu einem erhöhten Sicherheitsgefühl bei und lässt Spielraum für Experimente und Wickelvarianten.

Mein letzter Punkt ist die Dicke des eigentlichen Saugpolsters. Auch hierbei wird in der Herstellerbeschreibung nicht übertrieben. Während viele medizinischen Produkte bei ähnlicher, realistischer Saugleistung darauf achten möglichst dünn zu sein, legt die BetterDry einfach noch einmal ein wenig mehr drauf. Das macht sich dann auch beim Tragen bemerkbar. Denn bereits im trockenen Zustand merkt man das Polster sehr deutlich zwischen den Beinen, welche dadurch auch merklich gespreizt werden. Als Alltagswindel für den Tag oder für die Öffentlichkeit wäre diese Windel nicht meine erste Wahl. Dafür gibt es diskretere Alternativen, mit der BetterDry Day M7, sogar aus der gleichen Produktfamilie.

Die Dimension des Saugkerns ist natürlich ein wesentlicher Faktor, wenn man die Aufnahmekapazität ausreizen möchte. Wird die Windel moderat benutzt, quellt der Superabsorber deutlich auf. Das Paket wird noch mal wesentlich dicker, ausladender und wulstiger. Kommt die Windel langsam an ihr Limit, kann ich höchste noch weite Kleider darüber tragen. Bei meinen Jogginghosen erkennt man schon deutlich den Windelpopo, an enge Hosen oder kurze Rücke ist nicht zu denken. Das Laufen geht bei einer halbvollen Windel bereits in einen watschelnden Gang über.

Der Vorteil der hohen Saugleistung und der damit einhergehenden Materialstärke liegt natürlich auf der Hand. Diese Windel kann man getrost über einen längeren Zeitraum hinweg tragen. Ich habe einen Test durchgeführt, bei dem ich über eine gewisse Tragedauer besonders viel getrunken habe, um die Leistung möglichst schnell auszureizen. Ich habe die Windel also wesentlich öfters und mehr benutzt als es im Alltag üblich wäre. Dabei kam ich auf 9 Stunden Tragezeit. Danach war das Limit der Windel erreicht. Sie ist nicht direkt ausgelaufen, aber ein Hinsetzen ohne Flecken auf der Sitzfläche war nicht mehr möglich.

Daraus folgt für mich: Wenn ich eine normale Flüssigkeitsmenge zu mir nehme und auch nicht im Besonderen darauf achte es immer gleich laufen zu lassen wenn es leicht drückt, kann ich eine BetterDry M10 gut vom morgendlichen Wickeln bis zum frühen Abend tragen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, ob ich undicht werde. Oder wenn ich mich Abends windele und ich vor dem Zubettgehen noch einmal einnässe, um in einer nassen Windel zu schlafen, habe ich früh keinen Aufwand für einen Wechsel, sondern kann bequem in den Tag starten. Eine trockene Windel gäbe es dann erst wieder am frühen Nachmittag.

Was mir noch gut an diesem Produkt gefällt ist, dass es ein tolles proportionales Verhältnis zwischen Dicke, Größe und Trageform hat. Das Polster vorne, zwischen den Beinen und das welches den Po bedeckt, gestalten am Unterkörper diese typischen Windelausbeulungen. Das Verhältnis von Windel- zu Körpergröße sieht für mich einfach mehr nach einer Babywindel aus als nach einem Hilfsmittel für Inkontinente. Oder wie es in einem älteren Pampers-Werbespot heißt: „Aber wenn du richtig frei herumtoben willst, dann stört die dicke Windel dich beim Laufen.“

Als kleinen Wermutstropfen möchte ich näher auf die Festheit bzw. Steifheit des Windelmaterials eingehen. Zunächst, die Windel trägt sich ganz ausgezeichnet, wenn sie richtig angelegt ist. Das dehnbare und weiche Außenmaterial sorgt für eine bequeme Passform. Dennoch ist das Saugpolster im trockenen Zustand besonders im Schrittbereich sehr fest und hart. Es drückt in diesem Bereich anfänglich merklich. Auch wenn man die Windel vor dem Anlegen aufgeschüttelt, gefaltet und gedreht hat. Nach dem ersten Benutzen verschlimmert sich dieser Zustand noch einmal auf eine erschreckende Weise.

Ich schlafe auf der Seite und habe einmal vor dem Einschlafen die frische Windel benutzt. Danach hatte ich das Gefühl, ein Stück Holz zwischen den Beinen zu haben. Ich vermute, das liegt an dem vielen Superabsorber in der Windel, welcher bei einer ersten Blasenentleerung die Flüssigkeit bindet, aber immer noch so trocken ist, dass diese Quellmasse zu einem festen, harten Klumpen wird. Dieser Zustand ändert sich erst nach weiterer, mehrmaliger Benutzung der Windel. Nach der zweiten oder dritten Blasenentleerung entsteht eine weiche, mit noch mehr Flüssigkeit sogar eine breiige, Masse aus Zellstoff und gelartigem Absorber. Das Produkt trägt sich ab da äußerst angenehm, solange noch nicht so viel eingenässt wurde, dass man die Nässe spürt.

Bei den letzten Blasenentleerungen, bevor die Windel ihre maximale Kapazität erreicht hat, quillt sie auch nicht mehr so stark auf wie am Anfang. Sie hat nach meinen Erfahrungen, etwa auf der Hälfte der Nutzungszeit ihre höchste Quellgröße erreicht.

Die Farbe ist sicher Geschmackssache, aber ich finde, das schlichte Weiß wirkt sehr edel und erinnert mich an ältere Pampers, welche früher auch recht einfarbig waren.

Die fast schneeweiße Farbe der Außenseite mit den blau abgesetzten Klebestreifen wird nur von einem Schriftzug genau in der Mitte der Windel unterbrochen. Dort steht „BetterDry“ gefolgt von der Größenangabe. Dieser Schriftzug ist gleichzeitig ein Nässeindikator, denn die Buchstaben verschwimmen und verfärben sich mit zunehmendem Füllstand. Aber auch ohne dies Anzeigehilfe ist der Windel ihr Benutzungsgrad deutlich anzusehen. Im Schrittbereich ist bereits beim ersten Einnässen eine dunkle Verfärbung des Innenmaterials auszumachen. Diese Verdunkelung breitet sich mit der Zeit und mehr Flüssigkeit gleichmäßig in den vorderen und hinteren Saugbereichen aus. Es bildet sich eine Art Muster, in der noch dunklere, regelmäßige Punkte unter der Folie zu erkennen sind. Ich vermute, dass sich dort kleinere Klümpchen des Superabsorbers befinden.

Trägt man diese Marke im Sommer nur mit einem T-Shirt bekleidet, so würde selbst einem Laien nicht verborgen bleiben, dass man seine Windel für das benutzt, wofür sie gedacht ist. Dass man eine Windel trägt, wäre mit diesem Produkt ohnehin schwer zu verheimlichen. Selbst wenn man sich um einen möglichst normalen Gang bemüht und weite, kaschierende Kleidung darüber gezogen hat, empfinde ich das Rascheln und Knistern als relativ laut. Auch dieser Umstand, kann bei bestimmten Trägern als ein Vorteil angesehen werden, weil es gerade diese Geräusche sind, welche entzücken.

Im Praxistest hat mein Freund es bisher immer bemerkt, wenn ich eine BetterDry M10 angezogen habe. Ich habe es ein paar Mal versucht, mit einer Gummihose, einem Body und einem dicken Strampler darüber. Immer wenn ich ins Zimmer kam und mich neben ihn auf das Sofa gesetzt habe, hat er gegrinst und gefragt, ob die kleine Ewa wieder ihre Pampers trägt. Natürlich hatte ich so etwas provozieren wollen, aber der Moment ist dann doch sehr peinlich. Ich hab ihn dann immer gefragt, ob es wirklich so auffällig ist und er meinte, dass es schon deutlich hörbar rascheln würde. Das würde wiederum Neugier wecken und spätestens beim genaueren Blick auf den Po würde klar, was ich trage. Daraus schlussfolgere ich, dass man die Windel auch unvorbereitet hören kann.

Hiermit möchte ich meinen ersten Windeltest und meinen Erfahrungsbericht mit der BetterDry M10 beenden. Wahrscheinlich könnte man noch über hundert andere Eigenschaften erzählen, aber ich denke, ich habe die mir wichtigsten Punkte angesprochen. Diese Windel ist ein tolles Produkt sowohl für betroffene Inkontinente als auch für freiwillige Windelträger und -liebhaber. Sie ist für beide Indikationen ein saugstarkes, auslaufsicheres Hilfsmittel, welches sich zwar nicht um besondere Diskretion bemüht, aber mit ihren vielen kleinen Besonderheiten für mich klar unter den Top-Markenprodukten angesiedelt ist.

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Windeltagebuch 22.02 2021

Diese Nacht vom Sonntag auf den Montag habe ich ohne Windel geschlafen. Ich war bei dem vorherigen Experiment einfach zu kaputt danach. Ich werde es aber mit Sicherheit wiederholen.


Heute habe ich mir gleich früh eine Better Dry angelegt und über den ganzen Vormittag ihre Kapazität erprobt. Viermal einmachen, und das mit einer normalen Menge hält diese Windel ohne Probleme aus. Wobei ich sagen muss, dass ich pro Blasenentleerung nur ca. 200ml pullern muss. Selbst im Sitzen blieb alles komplett trocken. Ich hatte mir nach dem dritten Mal aber vorsichtshalber die blaue Gummihose zum Knöpfen darüber gezogen.

Die Better Dry sind bereits im trockenen Zustand unglaublich dick zwischen den Beinen. Ein normales Gehen ist schwer möglich, auch nach ein wenig Üben und einlaufen. Ist sie nass, verstärkt sich dieser Effekt noch, wobei sich die gesamte Windel danach besser an den Körper anpasst. Mit einer Better Dry in die Öffentlichkeit zu gehen, wird wohl in keinem Fall eine gute Idee sein. Dennoch spiele ich mit dem Gedanken, da das Kopfkino dazu einfach zu reizvoll ist.

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Windeltagebuch 14.02 2021

Sonntag. Ich mache einen PC-Abend und bin ab 20 Uhr ungestört. Ich war in der Wanne, habe mich frisch intim rasiert und meinen rosafarbenen Strampler an. Gegen 20:30 Uhr bereite ich alles vor zum Wickeln. Eine kleine Babywickelunterlage, eine Better Dry Windel und der kurzärmelige, weiße Body.

Ich ziehe den Strampler und die Noppensocken aus und falte die Better Dry auseinander. Ich betaste die Windel, die raschelnde, knisternde Folienoberfläche, die Bündchen und das weiche Vlies. Das Polster duftet, wie es nur bei einer blütenweißen, frischen Windel zu finden ist. Aber es riecht nicht so stark, wie man es von Babywindeln kennt. Dennoch erfreut es mich. Ich falte die Windel in der Mitte und schüttel sie auf, ehe ich sie auf der Wickelunterlage ausbreite. Dann setze ich mich auf die Windel und lege mich in. Ich genieße das Gefühl des dicken, weichen, kuscheligen Polsters auf meiner Haut. Ich versuche die Windel zurechtzulegen und zu ziehen, bis ich zufrieden bin und sie korrekt zwischen meinen Beinen platziert ist. Das Vorderteil wird zwischen meinen Beinen hochgezogen und über dem Bauch glatt gestrichen.

Das Rascheln der Folie und ihre Oberfläche sind einfach herrlich. Ich streiche alles glatt und noch einmal straff, ehe ich einen der unteren Klebestreifen öffne. Ich fange immer mit dem rechten unteren an. Der Klebestreifen ist zweigeteilt, in eine untere blaue Klebefläche und einer weiße, welche darüber geklebt ist. Das hat den Sinn, dass man die Windel zuerst mit der blauen Fläche fixieren kann und dann die zweite Fläche abzieht, um den Sitz, wenn nötig korrigieren zu können. Man muss wissen, dass ein Klebestreifen, der einmal auf der Folie klebt, unwiderruflich dort fest sitzt. Ein Ablösen mit Gewalt würde zur Zerstörung der Außenfolie führen. Dieser Umstand ist ein zusätzlicher Reiz für mich. Zu wissen, dass, wenn einmal die Klebestreifen geschlossen sind, man keine Möglichkeit mehr hat aus der Windel zu kommen. Nicht ohne sie zu verschwenden.
Solange man nur die blauen Klebeflächen verwendet, hat man natürlich noch eine Chance, aber dennoch ist der Gedanke in der Windel fest verschlossen zu sein, sehr reizvoll.

Ich klebe den ersten Streifen auf die Vorderseite der Windel. Ich achte dabei auf einen festen Sitz, aber auch darauf, dass das Bündchen nicht zu eng einschneidet. Erfahrungsgemäß, ist es am Anfang immer etwas zu eng, was sich aber mit der Zeit gibt beim Tragen. Ich verfahre ebenso mit dem linken unteren Klebestreifen. Die Windel sitzt jetzt schon fest um die Beine. Weiter geht es mit dem linken oberen Streifen. Ich streiche noch einmal alles glatt und ziehe die Flügel stramm um meinen Körper, damit später nicht alles zu locker ist. Beim rechten oberen Streifen gibt es ein kleines Mal­heur. Der blaue Teil löst sich nicht richtig und reist etwas ein. Ich muss den oberen Klebeteil verwenden und weiß das dieser nun unlösbar auf der Windel klebt.
Ich stehe auf und betaste und untersuche meinen Windelbereich. Es fühlt sich herrlich an. Die Windel ist sehr dick und knistert beim Laufen stark. Ich kann nur watscheln. Jeder würde sofort sehen, was ich trage.


Ich ziehe den Body darüber und knöpfe ihn im Schritt zu. Noch einmal wird das schöne Gefühl des Eingepackt sein und der Geborgenheit gesteigert. Zum Schluss schlüpfe ich in den Strampler, der jetzt recht stramm, aber nicht unangenehm im Schritt sitzt. So verpackt genieße ich das Gefühl und setze mich an den Rechner um noch etwas zu spielen.
Es kneift ein wenig an den Beinabschlüssen, aber das gibt sich. Ich bin sehr zufrieden und entspannt.

Nach einer Weile bemerke ich, wie es einen leichten Ruck am oberen rechten Klebestreifen gibt. Irgendwas scheint mit dem nicht zu stimmen. Ich nehme sofort etwas von meinem weißen, festen Klebeband und öffne den Strampler vorn. Jetzt stelle ich zum ersten Mal fest, dass ich den Body unter dem Strampler nur mit großer Mühe und umständlich öffnen kann. Ein schnelles Ausziehen mit dem Strampler darüber ist also nicht möglich. Das freut mich auf der einen Seite, weil es das Gefühl des hilflosen verpackt seins verstärkt, aber in diesem Augenblick ist es eher störend.

Ich schaffe es, zwei Knöpfe zu öffnen. Ohne würde man auf keinen Fall an die Klebestreifen der Windel, oder die Windel selber herankommen. Der Body schließt sie gut ein. Der Klebestreifen sitzt zwar noch fest, aber zur Sicherheit klebe ich das Gafferband darüber. Mir ist bewusst, dass ich jetzt wirklich nicht mehr schnell aus der Windel komme, aber das Risiko gehe ich heute ein. Danach wird alles wieder verschlossen und diese Maßnahme sollte auch die letzte sein. Jetzt hielt die Windel bombenfest. Ich spiele ein wenig und vergesse die Windel immer wieder fast ganz. Aber immer, wenn man sich bewegt, wird man an sie erinnert und das Gefühl ist einfach unbeschreiblich gut.

Gegen 22 Uhr schaue ich, ob mein Liebster schon im Bett ist. Es brennt aber noch Licht, also warte ich noch einmal 15 Minuten. Dann ist es oben dunkel und ich schalte den Rechner aus, um hochzugehen. Darauf freute ich mich schon. Ich konnte immer noch nur watscheln und selbst unter den Stoffschichten raschelte die Windel ohrenbetäubend, wie ich fand. Ich spreizte die Beine etwas weiter und lief, indem ich den ganzen Körper drehte, so raschelte es weniger laut. Mein Gang sah sicher wie bei einem Kleinkind aus, welches gerade laufen lernt und dabei eine dicke Windel im Schritt hatte. Ich hielt mich auch überall fest zur Sicherheit. Dann kam das kurze Stück Flur zwischen Treppe und Wohnzimmer, vorbei an der nur angelehnten Schlafzimmertür. Mir schlug ein wenig das Herz als ich so vorsichtig, leise und schnell das Stück überwand. Ich war sicher, dass man das Rascheln hörte. Dann im Wohnzimmer schnell die Tür geschlossen. Geschafft! Ich machte es mir auf dem Sofa gemütlich und spielte Switch. Die Windel war präsent und ich musste etwas breitbeinig liegen. Gegen Mitternacht spürte ich, dass ich musste. Ich wollte eigentlich mit trockener Windel ins Bett, aber spürte gleich, dass das wohl nicht mehr ging. Es ging erstaunlich einfach und im halb Liegen nässte ich ein. Es war nicht viel und es fühlte sich befreiend, warm und richtig an, die Windel für das zu benutzen, wofür sie da war. Ich machte mir keine weiteren Gedanken und genoss es einfach.

Nach etwa 20 Minuten spielen, musste ich eine Entscheidung treffen. Ich wollte unbedingt ausprobieren, wie es ist, mit der Windel zu schlafen. Ich stand auf, betrachtete mich, tastete über das Windelpaket und lauschte beim Watscheln auf das Rascheln. Ok, sagte ich zu mir. Er weiß über die Windeln Bescheid und dass ich sie tragen möchte und auch werde. Nur wollte er nichts weiter darüber wissen. Ich will ihn auch damit nicht belästigen. Also wenn er es heute mitbekommt, dann wär das zwar noch sehr peinlich, aber wohl kein Weltuntergang. Ich band es ihm ja nicht auf die Nase oder konfrontierte ihn direkt damit.

Also schnell Zähneputzen und dann natürlich ohne noch mal auf die Toilette zu gehen (hihi) leise ins Schlafzimmer. Alles dunkel. Schnell die Bettdecke geschnappt, auf die Matratze gerollt und Decke darüber. Wow! Ich lag neben meinem Partner im Bett und hatte eine dicke Pampers (Better Dry) unter meinem Strampler an. Ich lag auf dem Rücken und mein Herz hämmerte, ich war hellwach und unglaublich aufgeregt. Es brauchte eine ganze Weile, um mich zu beruhigen. Ich lauschte in die Stille. Vorsichtig beim Bewegen und immer auf das Rascheln lauschen. Unter der Decke klang es sehr gedämpft, wie ich fand. Ich lag eine gefühlte Ewigkeit so da. Die Beine recht breit und etwas angewinkelt. Diese Babystellung war am bequemsten, wenn man die Beine nicht schließen konnte. Eigentlich bin ich Seitenschläfer, aber das ging nicht wirklich. Auf dem Rücken konnte ich nicht schlafen. Die Windel drückte jetzt auch an den Beinen wieder leicht und auch der Rücken drückte etwas. Ich nahm die Arme hoch neben den Kopf und winkelte sie an. Jetzt sah es komplett wie bei einem Baby aus. So konnte man es noch eine Weile aushalten. Ich muss kurz eingeschlafen sein, wurde aber wieder wach.

So konnte ich nicht ewig liegen. Ich versuchte doch die Seitenlage, aber das ging wirklich gar nicht. Die Windel drückte sehr zwischen den Beinen. Ich stopfte meine Decke und ein Kissen zwischen die Knie, sodass sie weit gespreizt wurden. So ging es dann, aber es war nicht sehr bequem. Auch in dieser Stellung bin ich dann eingeschlafen, aber ebenfalls nach kurzer Zeit wieder erwacht. So habe ich dann die ganze Nacht verbracht. Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Immer wieder versuchte ich mich möglichst leise zu drehen, um eine angenehmere Position zu finden. Ich bekam sehr wenig Schlaf diese Nacht, aber es hat sich dennoch gelohnt. Ich habe meine erste Nacht mit einer eingenässten Windel geschlafen.

Er ist erwartungsgemäß früh aufgestanden, um zur Arbeit zu gehen. Ich blieb noch eine Weile liegen und holte mir dann meinen Schnuller, mit dem ich noch eine halbe Stunde im Bett verbrachte. Ich habe auch Bauchlage versucht, aber schlafen wäre so auch unmöglich.


Danach bin ich aufgestanden und wie ich war ins Arbeitszimmer an den Rechner. Die Tasse Kaffee machte sich schnell bemerkbar und es lief ein zweites Mal im Sitzen in die Windel. Auch diesmal ging es sehr einfach. So verbrachte ich bis etwa 8:30 Uhr in der nassen Windel und sie fühlte sich immer besser an. Am liebsten hätte ich sie einfach weiter getragen, bis sie ganz voll wäre. Aber ich machte nur noch einmal im Hocken ein paar Tropfen hinein und zog sie dann aus und mir meine Alltagskleidung an.

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Windeltagebuch 10.01 2021

Es ist etwa 22:30 Uhr. Mein Partner geht zu Bett und ich gehe noch einmal in den Keller. Ich warte eine Weile, bis er bettfertig ist und sich hinlegt hat.

Ich hole die Packung Better Dry Windeln aus dem Schrank und bin sehr aufgeregt. Ich hatte viel über diese Windeln gelesen und sie waren mir mehrmals empfohlen worden. Es ist das erste Mal seit einigen Jahren, dass ich wieder eine Windel anziehen werde. Ich betrachte die Packung. Fest in knisternden, glänzenden Kunststoff sind 15 Windeln verpackt. Ich betrachte die Bilder und berühre die Oberfläche, lasse sie leise rascheln.

Ich öffne die Hülle vorsichtig mit einer Schere und schnupper in den Spalt hinein. Ein unglaublich süßer dezenter Geruch, welcher mir ein Hochgefühl bereitet. Ich ziehe meinen Einteiler aus und mein Höschen. Die erste Windel macht beim Herausziehen ein Geräusch, welches mir einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Ein Rascheln, Knistern und Scharren. Ich bin begeistert.

Langsam, fast genießerisch, falte ich die Windel auseinander, ich berühre die Kunststoffoberfläche, atme an dem Vlies und den Bündchen. Ein Sinnesrausch. Leicht aufgeschüttelt, breite sie auf der vorbereiteten Wickelunterlage aus. Ich löse noch mal vorsichtig die Bündchen, streiche die ganze Windel glatt und setze mich darauf. Es dauert ein wenig, ehe ich sie an die richtige Position geschoben habe. Dann klappe ich sie zwischen den Beinen hoch, streiche die Seiten immer wieder glatt und verschließe die Klebestreifen.

Ich bin ein wenig aus der Übung, aber die Windel passt ganz wunderbar. Sie ist groß und wunderschön. Im Spiegel betrachte ich mein etwas breitbeinig stehendes Ebenbild. Ich drehe mich hin und her, streife mit den Fingern über die gespannte Oberfläche. Das dumpfe, knisternde Geräusch, wenn ich leicht auf meinen gewölbten Hintern klopfe, ist ganz entzückend. Jetzt weiß ich wieder warum ich es liebe in Windeln zu stecken.

Als Nächstes kommt der Body. Er hält die Windel ganz fantastisch an ihrem Platz. Und zuletzt der Einteiler. Es fühlt sich unglaublich an. Warm und weich verpackt, rundherum sicher und wohlig eingeschlossen.

Ich laufe ein wenig umher und gehe dann zügig nach oben ins Wohnzimmer. Dort versuche ich mich auf dem Sofa zunächst etwas abzulenken. Ich liege und genieße die Gefühle, welche mich durchströmen. Alles fühlt sich gut und richtig an.

Ich seh etwas fern, trinke meinen Kaffee aus und hole mir eine Flasche Wasser. Es dauert wirklich nicht lang und ich spüre meine Blase. Ich bin so euphorisch und aufgekratzt, dass ich beschließe, die Windel zu benutzen.

Seit Tagen denke ich darüber nach und versuche mich zu entspannen. Erwartungsgemäß tut sich nichts. Ich seh weiter fern, warte und versuche mich nicht zu sehr zu verkrampfen. Ich muss dringender, aber ich bemerkte schnell, dass es nicht so einfach wird, wie ich dachte. Wasser trinkend laufe ich im Wohnzimmer auf und ab. Stelle mich breitbeinig hin und stütze mich am Sofa ab.

Es soll eine ganze Weile dauern, ehe ich mich endlich so weit entspanne, dass ich mir endlich breitbeinig in der Küche stehend in die Windeln nässe. Der Vorgang ist zäh, aber ich schaffe es und bin stolz auf mich. Es fühlt sich immer noch verdammt gut und richtig an. Glücklich seh ich weiter was im TV kommt und schon nach kurzer Zeit versuche ich es ein zweites Mal, und es geht erstaunlich viel besser und schneller. Ich bin glücklich.

Ich schaffe es an diesem Abend auch ein drittes Mal in die Windel zu pullern. Sie ist jetzt aufgequollen und recht fest, aber ich habe das Gefühl, dass sie auch mehr aushalten würde. Es ist irre, wenn der Strampler die Windel fester in den Schritt drückt, wenn ich mich bewege.

Ich hatte darüber nachgedacht, ob ich mich mit der Windel einfach zu meinem Partner ins Bett legen sollte. Ich würde es gerne versuchen, doch ich fürchte das er etwas bemerken würde und fühle mich noch nicht bereit. Außerdem stelle ich fest, dass die Windel nach dem dritten Mal Einnässen, dermaßen aufgequollen ist, dass es mir unmöglich ist meine Beine zu schließen. Ich kann nur noch breitbeinig watscheln. Diese babyhafte Einschränkungen gefällt mir, aber ich weiß, dass ich so nicht unauffällig schlafen könnte. Auch habe ich mit der Better Dry noch keine Erfahrung und weiß nicht, ob sie in Seitenlage auslaufen würde. Das ist meine bevorzugte Einschlafposition.

Ein paar Minuten genieße ich noch das Gefühl der dicken, vollen, schweren Windel zwischen meinen Beinen, dann ziehe ich sie im Keller aus, rolle sie zusammen und verknote sie fest in einer Mülltüte.

Nachtrag: Die BetterDry Windeln halten wohl was sie versprechen. Nach drei Mal Einnässen mit einer mittelgroßen Blasenfüllung sind sie zwar sehr voll, schwer und aufgequollen, halten aber vollständig dicht und machen den Eindruck auch noch eine vierte Ladung ohne Probleme wegzustecken. Das Fließ ist leicht feucht, aber nicht unangenehm. Was auffällt ist das das Gel sehr fest ist. Man muss das Laufen damit üben damit man nicht all zu auffällig watschelt. Das leise Knistern der Windel beim Laufen ist fast immer zu höhren. Ich denke nicht das man es verbergen kann.

Das Einnässen im Sitzen oder Liegen ist mir mit diesem ersten Versuch nicht gelungen. Es bedarf weiterer Übung und Entspannung.